Chorische Ausbildung

 

Singen nimmt in unserem Tagesablauf neben dem Schulvormittag den  größten Raum ein. Selbstverständlich spielt hier der Satzungszweck  unserer Einrichtung, die Heranbildung von Nachwuchs für den Regensburger Domchor – die großen Domspatzen, eine wichtige Rolle. Allerdings geht unser Konzept weit über diese praktischen Überlegungen hinaus und basiert auf der Tatsache, dass die menschliche Stimme als ursprünglichstes Ausdrucksmittel dem Singenden selbst wie dem Zuhörenden immer neu und immer anders faszinierendes Geschenk sein kann. Bis ein Knabenchor den Zauber des Klanges bieten kann, den die Welt von den Regensburger Domspatzen erwartet, bedarf es einigen Übens.

· In täglichen Singstunden wird in Teilgruppen wie auch im großen Gesamtchor geübt

· Jedes Kind nimmt an der individuellen Kleingruppenstimmbildung bei Bedarf teil

· Abwechslungsreiche Literatur vom Spaßlied bis zum gregorianischen Choral, vom Volkslied bis zur mehrstimmigen lateinischen Motette führt die Kinder ein in die unerschöpfliche Vielfalt der Vokalmusik

· Auch das Auftreten will gelernt sein – kleine Konzerte bieten hierzu Gelegenheit

· Die eigentliche Aufgabe der Domspatzen, die Gestaltung der Liturgie im hohen Dom zu Regensburg, wird in kleinen Schritten in Gottesdiensten vorbereitet

Interessante Projekte erwarten die Kinder nicht erst in ihrer Zeit „nach Pielenhofen" bei den großen Domspatzen. Auch wir arbeiten schon sehr attraktiven und damit für die Kinder ungemein motivierenden Aufgaben.


Was wird von den Buben erwartet?

Eine chorische Arbeit auf einigermaßen hohem Niveau ist nur möglich, wenn die Buben einige Grundvoraussetzungen mitbringen. Diese werden in einer kleinen und in möglichst lockerer Atmosphäre stattfindenden Eignungsprüfung festgestellt.

 

 

 

· Gesunde und entwicklungsfähige Stimme

· Elementare Hörfähigkeiten (Nachsingen von Tönen u.ä.)

· Hohe Motivation für die Anforderungen unserer intensiven Beschäftigung mit Musik

Die Kinder müssen nicht Notenlesen oder ein Instrument spielen können – das lernen sie schnell bei uns. Es reicht, wenn sich die Buben für der Vorstellung beim musikalischen Leiter ein kleines Lied überlegen, das sie gerne und selbstbewusst vorsingen.

Der Besuch der Internats- und Tagesvolksschule der Regensburger Domspatzen in Pielenhofen ist kein Freibrief für die Übernahme in den Domchor. Jedes Kind singt gegen Ende der 4. Klasse dem Domkapellmeister vor und meist (aber nicht immer) sind die sängerischen Fortschritte so befriedigend, dass der Weg ins Musikgymnasium frei ist. Umgekehrt jedoch muss festgestellt werden, dass viele unserer ehemaligen Buben ohne die intensive Vorschule in Pielenhofen keine Chance gehabt hätten, in den berühmten Kirchen Europas und auf den großen Bühnen der Welt mit den Domspatzen zu singen.