Musikalische Bildung
Bildung der Persönlichkeit

 

Lange Jahre wurden die  musischen Fächer aus den allgemeinbildenden Schulen verdrängt. In letzter Zeit mehren sich die Stimmen, die zu einer fundierten Bildung der Persönlichkeit auch und vor allem in der Musik-, Kunst- sowie allgemein ästhetischen Erziehung raten. Diese Rufe  kommen aus zunächst unvermuteten Richtungen: Personalchefs großer Unternehmen zählen ebenso dazu wie Manager-Trainer. Sie reihen sich ein unter die Professoren aller Fachrichtungen unserer Universitäten, unter die für die Bildungs- und Schulpolitik Verantwortlichen und nicht zuletzt diejenigen gesellschaftlichen Gruppen, die im Verfall kultureller Werte einen in der Diskussion stark vernachlässigten negativen Standortfaktor unseres Landes sehen.

Viele aktuelle Studien belegen den Wert von musikalischer Bildung für die Persönlichkeitsentwicklung des Menschen.

· Musikalische Betätigung fördert die Intelligenz

· Musizieren in der Gruppe wirkt sich positiv auf das Sozialverhalten aus

· Musik weckt Kreativität

· Konzentration und Lernfähigkeit werden durch Musikerziehung ausgebaut

Jedem, der eine Chorprobe in unserem Haus besucht, wird schnell klar, dass Gespräch und gemeinsames Lachen bei uns eine ebenso große Rolle spielen wie die nötige Disziplin und das Einordnen in die Gemeinschaft. Vorrang für die Gruppe und die gemeinsamen Ziele - Achtung aller Beteiligten voreinander und Rücksicht aufeinander. Das sind unsere wichtigsten Ziele weit über den guten Klang hinaus.

 

Vernetzung unter einem Dach

Die Tages- und Internatsvolksschule der Regensburger Domspatzen bietet den Buben wohl einmalige Chance, eine eng koordinierte musikalische Ausbildung zu erhalten, die auf drei Säulen aufbaut. Das Singen, der Schulmusikunterricht sowie das Erlernen eines Instrumentes werden aufeinander abgestimmt und entfalten so eine sonst kaum erreichbare Wirkung.

Musik in der Schule

Jedes Kind an einer Grundschule hat regulären Musikunterricht (oder sollte ihn jedenfalls haben) und auch bei uns werden die Vorgaben des staatlichen Lehrplanes erfüllt. Das Besondere allerdings besteht darin, dass der Chorleiter gleichzeitig der Musiklehrer ist und damit Theorie, Hören und Bewegungserziehung genau auf die chorischen Anforderungen abstimmen kann. Inhalte der vormittäglichen zwei Wochenstunden pro Klasse sind u.a.:

· Bewegung und Körpererfahrung als Basis rhythmischen und gesanglichen           Empfindens

· Notenlesen und Singen nach Noten

· Spielerische Gehörbildung

· Kennenlernen musikalischer Formen

· Ausflüge in die große Welt der Komponisten und Instrumente

· Fächerübergeifendes Lernen anhand von ausgewählten Liedern

Das Instrument – dein Freund und Helfer

Eine wichtige Komponente musikalischer Bildung ist das Erlernen eines Instrumentes. Jeder Junge  unserer Domspatzen-Schule erhält Unterricht in den Fächern Klavier, Geige oder Blockflöte (nur 1. 2. Klasse).  Studien u.a. von Prof. Bastian belegen, dass neben dem Gruppenmusizieren gerade auch das Instrument echte „Lebenshilfe" sein kann.

 

· Motorische und geistige Anforderungen trainieren den ganzen Menschen

· Instrumente bieten die Möglichkeit nicht nur des Reproduzierens sondern auch des eigenen Erfindens von Musik

· Die individuelle Beschäftigung mit dem Instrument stärkt das Selbstwertgefühl

· Sich musikalisch ausdrücken zu können hilft bei der Bewältigung von Stresssituationen und psychischen Problemen

Wir bieten deshalb

· 30 Minuten Einzelunterricht pro Woche bei erfahrenen Pädagogen

· Festgelegte und begleitete tägliche Übungszeiten

· Gelegenheiten, die erarbeiteten Erfolge am Instrument im Kreis der Schüler und Lehrer sowie bei kleinen Konzerten darzustellen

· 20 qualitativ gute bis hochwertige Übungsklaviere

· Leihgeigen (allerdings eigene Instrumente bevorzugt)

· Einen Steinway- und einen Bechstein-Flügel für die Vorspiele

 

Singen als Lebensmittelpunkt

 

Singen nimmt in unserem Tagesablauf neben dem Schulvormittag den  größten Raum ein. Selbstverständlich spielt hier der Satzungszweck  unserer Einrichtung, die Heranbildung von Nachwuchs für den Regensburger Domchor – die großen Domspatzen, eine wichtige Rolle. Allerdings geht unser Konzept weit über diese praktischen Überlegungen hinaus und basiert auf der Tatsache, dass die menschliche Stimme als ursprünglichstes Ausdrucksmittel dem Singenden selbst wie dem Zuhörenden immer neu und immer anders faszinierendes Geschenk sein kann. Bis ein Knabenchor den Zauber des Klanges bieten kann, den die Welt von den Regensburger Domspatzen erwartet, bedarf es einigen Übens.

· In täglichen Singstunden wird in Teilgruppen wie auch im großen Gesamtchor geübt

· Jedes Kind nimmt an der individuellen Kleingruppenstimmbildung bei Bedarf teil

· Abwechslungsreiche Literatur vom Spaßlied bis zum gregorianischen Choral, vom Volkslied bis zur mehrstimmigen lateinischen Motette führt die Kinder ein in die unerschöpfliche Vielfalt der Vokalmusik

· Auch das Auftreten will gelernt sein – kleine Konzerte bieten hierzu Gelegenheit

· Die eigentliche Aufgabe der Domspatzen, die Gestaltung der Liturgie im hohen Dom zu Regensburg, wird in kleinen Schritten in Gottesdiensten vorbereitet

Interessante Projekte erwarten die Kinder nicht erst in ihrer Zeit „nach Pielenhofen" bei den großen Domspatzen. Auch wir arbeiten schon sehr attraktiven und damit für die Kinder ungemein motivierenden Aufgaben.

Was wird von den Buben erwartet?

Eine chorische Arbeit auf einigermaßen hohem Niveau ist nur möglich, wenn die Buben einige Grundvoraussetzungen mitbringen. Diese werden in einer kleinen und in möglichst lockerer Atmosphäre stattfindenden Eignungsprüfung festgestellt.

 

 

 

· Gesunde und entwicklungsfähige Stimme

· Elementare Hörfähigkeiten (Nachsingen von Tönen u.ä.)

· Hohe Motivation für die Anforderungen unserer intensiven Beschäftigung mit Musik

Die Kinder müssen nicht Notenlesen oder ein Instrument spielen können – das lernen sie schnell bei uns. Es reicht, wenn sich die Buben für der Vorstellung beim musikalischen Leiter ein kleines Lied überlegen, das sie gerne und selbstbewusst vorsingen.

Der Besuch der Internats- und Tagesvolksschule der Regensburger Domspatzen in Pielenhofen ist kein Freibrief für die Übernahme in den Domchor. Jedes Kind singt gegen Ende der 4. Klasse dem Domkapellmeister vor und meist (aber nicht immer) sind die sängerischen Fortschritte so befriedigend, dass der Weg ins Musikgymnasium frei ist. Umgekehrt jedoch muss festgestellt werden, dass viele unserer ehemaligen Buben ohne die intensive Vorschule in Pielenhofen keine Chance gehabt hätten, in den berühmten Kirchen Europas und auf den großen Bühnen der Welt mit den Domspatzen zu singen.

 

Wem vertraue ich mein Kind an?

Im musikalischen Bereich arbeitet ein ebenso erfahrenes wie motiviertes Team. Jeder/m ist die große Verantwortung bewusst, diese ersten oder frühen musikalischen Schritte lenken zu dürfen. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns besuchen würden und uns und unser Haus unverbindlich kennen lernen.

Thomas Gleißner:  Musikalische Leitung – Musikunterricht – Chorleitung

Thomas Gleißner wurde 1970 in Erbendorf geboren. Er erhielt seine erste grundlegende Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen. Nach dem Abitur schloss sich ein breitgefächertes künstlerisches und pädagogisches Studium an der Musikhochschule Würzburg sowie der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar an.
Seit 1998 unterrichtet er Klavier und Korepitition am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen. Seit 2005 ist er als Chorleiter und Musikpädagoge an der Tages- und Internatsgrundschule der Regensburger Domspatzen in Pielenhofen tätig. Zudem ist er Stiftsorganist und kirchenmusikalischer Leiter am Kollegiatsstift St. Johann in Regensburg. 

 

  Andreas Büchner: Klavier und Chor

 

                  


Beate Griesbeck:  Stimmbildung

 

 

Anne Peterhof:  Violine

 

   Rudolf Karl: Klavier

   Richard Zaus: Klavier - Klavierkammermusik